image1
logo

Winterliga 2018/2019 3. Spieltag in Trier, 16.02.2019

Als mir die Verantwortung für diesen Bericht übertragen wurde, hieß es „es muss nicht viel sein“. Eine Aussage, die mir am Samstagmorgen als wir - ökonomisch und ökologisch sicherlich zu begrüßen - nur zu fünft in einem Kleinwagen nach Trier aufbrachen, wieder in den Sinn kam.

Der Versuch, die Mitspieler für die Schönheiten der Mosellandschaft zu begeistern, wurde von einer Wolke über dem Fluss vereitelt. Mehr als ein mildes „Naja“ ließ sich für den Blick von der Mehringer Höhe nicht ergattern. Später konnte aber mit der Trierer Innenstadt und leckerem Eis bei Sonnenschein gepunktet werden.

Apropos punkten: Am Anfang lief es ganz gut und wir konnten in knappen Spielen gegen Trier II (ich glaube sie nannten sich Schildkröten) und die Hartplatzhelden aus Landau gewinnen. Dann wurde es noch knapper und wir mussten uns mit dem letzten Pass deLux geschlagen geben. Wiederum mit dem letzten Pass und einem beherzten Sprung in die Endzone sicherten wir uns das verdiente Unentschieden gegen Mainz im letzten Spiel.

Nicht nur die Beine waren am Ende schwer, auch der Kopf war leer. Wir haben es dann doch noch versäumt das obligatorische In-der-Halle-alle-in-Trikot-Teamfoto zu machen. Dafür gibt’s Impressionen vom Frühlingsspaziergang in Trier. Auch mal schön.

 

Winterliga190216

Krönsche Cup 2019

Am Samstag starteten wir, für den ein oder anderen viel zu früh, in ein wunderbares Turnierwochenende, welches in Frankfurt ausgetragen wurde.

Nach einem eher unsicherem Turnier Auftakt gegen Flat Disc Soc. sammelten wir uns neu und gingen hoch konzentriert in die kommenden Spiele. Nach vier weiteren sehr intensiven Spielen schafften wir es am Samstag ungeschlagen als Gruppensieger in das Halbfinale einzuziehen.

Mit Freuden bestritten wir gut ausgeschlafen das harte Match (Spielbeginn 11:30 *___*) gegen die Feldmädchen Mainz (Feldrenner Discsport e.V.). Auch dieses Spiel konnten wir erfolgreich für uns entscheiden und zogen hoch erfreut und auf teilweise wackeligen Beinen in das Finale ein. Unser Gegner waren die Frankfurter PrinzHessinnen (Eintracht Frankfurt Ultimate Frisbee). 
Jetzt war es soweit. Noch einmal alles geben!
Nach einer furiosen ersten Phase mit einer 5:1 Führung erfolgten bereits die ersten Glückwunschbekundungen und die Idee einzelner, bereits nach Hause gehender Spieler, doch Zeit von der Uhr zu nehmen. Leider waren zu dem Zeitpunkt erst 10 Minuten vergangen. Mit dem heraufbeschworenen Unglück (Don’t jinx it!) schaffte es Frankfurt immer näher an uns heran zu kommen und so wurde es plötzlich ein richtig enges, nervenaufreibendes Finale. Wir mussten noch einmal jedes verbleibende Quäntchen Energie in Offense und Defense gegen die immer stärker werdenden Frankfurter aufwenden. Letztlich schafften wir es die 1-Punkt Führung bis zum Ende der Zeit zu retten, mit dem letzten Punkt das Spiel knapp für uns zu entscheiden und zum krönenden Abschluss des „Krönschen Cup 2019“ die funkelnde Trophäe in Form eines spiegelnden Bembels empfangen zu dürfen. 2019 sind wir also weiterhin ungeschlagen!
Diese Leistung zu vollbringen verdanken wir auch den grandiosen Pickups aus Mainz und Landau. Danke hierfür!

Letztendlich möchten wir uns nochmal für das fantastische Turnierwochenende bei den gastgebenden PrinzHessinnen für die tolle Organisation und das spannenden Finale und allen Gegner zuvor für die heißen Spiele bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!IMG 20190119 184427 small

HECHTEN 2018

Es ist ein Event, was es so nur einmal im Jahr gibt. “Es ist das Dreieck aus Körper, Geist, Seele und Wut, was für unseren Erfolg verantwortlich ist” - Team “Xim Ragus”, was soeben das Beerrace gewonnen hat. Doch der Reihe nach: Es ist Freitagabend und die Sonne lacht über dem TFC-Gelände. Viele der 16 Teams sind bereits eingetroffen, bauen ihre Zelte auf und versammeln sich bei kühlem Bier um das Lagerfeuer. Es ist der Abend vor dem Beginn des Hechtens 2018, dem alljährlichen Ultimate-Frisbee-Turnier in Kaiserslautern. Der exotischste Gast: Das Team ”Ichnos”, frisch eingeflogen aus Sardinien. Mit gegrilltem Fleisch und Käse in der Hand, sowie Marshmallows und Brotteig auf dem Stock über dem Feuer, lernt man sich kennen. Dass man am nächsten Tag halbwegs zeitig aus den Federn muss, sind Zukunftsprobleme.

Der Samstagmorgen beginnt mit Frühstück und dann gleich mit den ersten Spielen. Zwei Rasenplätze und, dank abmontierten Beachvolleyballfeldern, ein Sandplatz stehen zur Verfügung. Für die Hechte läuft es in der Gruppenphase ergebnistechnisch mäßig. Auch dank der erfreulichen Tatsache, vielen neuen Leuten hier ihre erste Turniererfahrung zu geben, gehen die Spiele gegen die “Hässlichen Erdferkel” aus Marburg, die “Angelsachsen” aus Leipzig und das Team “Mierda Wehrda”, bestehend aus ehemaligen Marburger Spielern, recht deutlich verloren. Alles kein Problem, etwas bitter ist dann aber die Niederlage gegen Mierda Wehrda im Wettnageln, was uns ungeputzte Klos und den Gegnern eine 30-Euro-Spende für die German Toilet Organisation beschert. Aber es gehört nunmal zu einem guten Gastgeber, seinen Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Das danach noch eine deftige Abreibung im erwähnten Beerrace folgt, rundet das Bild ab. Beerrace? Kurz gesagt, zwei Vertreter jedes Teams trinken so schnell wie möglich ein Bier, machen währenddessen irgendwelche vorgegebenen Bewegungsabläufe, die ohnehin keiner so ganz versteht und wenn dann auch noch der Schnaps ausgetrunken ist, muss man nur noch als erster mittels Bocksprung oder zumindest ähnlich anmutenden Bewegungen in der Zielzone sein. Und da haben die Hechte nunmal nicht besagte Dreiecksenergie. Was danach noch bleibt, ist hervorragendes Wetter und die nächste Niederlage gegen den Gast aus Sardinien.

Damit sind die Spiele für den Samstag vorbei und der Tag geht so richtig los. Die Partyvorbereitungen mit Meister Lucas laufen auf Hochtouren. Im Stile des Mottos der 20er Jahre wird die Sektpyramide errichtet, das riesige Lamettanetz über der Tanzfläche gespannt und es wird hitzig diskutiert, ob auch genug Tequila vorhanden ist und ob noch mehr Gurken für den Gin gekauft werden müssen. Und dann läuft die Party wie eine Party nunmal läuft und plötzlich ist es hell draußen. So landen dann die letzten Partygäste im Zelt, gerade noch rechtzeitig, bevor der große Wolkenbruch eintritt.

Sonntagmorgen, drei Stunden später: “Diese Schlammschlacht, sorry, Sandschlacht, im Regen, das war schon was Besonderes”, erzählt der begeisterte Chris Cross. “Insbesondere nach dem klasse Frühstück, was wir der Rührei-Bacon-Manufaktur in der Küche zu verdanken haben.” Chris gehört zu denen, die es geschafft haben, auf der Party den Absprung zu finden, um sowohl in den Genuss des Frühstücks zu kommen, als auch am ersten Sieg der Hechte des Turniers gegen die “Brezelwerfer” aus Speyer teilzuhaben. “Auf Beach spielen macht mega Bock, besonders bei Regen”, pflichtet ihm Joelle bei, die von nun an aber nur noch Xim genannt werden möchte. Dies ist ihr Tribut an die schließlichen Sieger des Turniers, die auch schon beim Beerrace erfolgreich waren. Fälschlicherweise noch als “Allgaiers 11” angemeldet, setzt sich das Team aus Stuttgart im Finale gegen die Angelsachsen durch, im kleinen Finale gewinnt “Disconnection” aus Freiburg gegen die “ULMtimates” das Süddeutsche Duell. Für die Hechte reichte es nach Siegen gegen die “Hartplatzhelden” aus Landau und die ”Feldmädchen” aus Mainz für Platz 13.

Was gab es noch so bei dem Turnier? Ein Spikeballfeld (Volleyball zu viert mit einem tennisballartigen Spielgerät und einem Trampolin als Netz), KanJam (eine fliegende Frisbeescheibe muss vom Mitspieler in eine mülleimerähnliche Tonne geschlagen werden), den jährlich anwesenden Tod auf zwei Beinen, taktische clevere Drops beim Anwurf der Scheibe und einen “Mega Layout Catch”, der alle Drops wieder gut macht. Das Wichtigste auf einem Ultimate-Turnier ist aber schlussendlich der Spiritsieger, die Mannschaft, die nach der Meinung ihrer Gegner die vorbildlichste Einstellung in Bezug auf Spaß und Fairness auf den Platz legt. Diesen Sieg kann sich Disconnection sichern, Glückwunsch! Zum Sieger der Party werden nachträglich die Ichnos gekürt.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Cantina-Band das einzige war, was irgendwie gefehlt hat. Aber DJ Bene übt bei der Verabschiedung schon fleißig:

- Dankeschön! Wir sind die Hechte, wenn ihr Turnierwünsche habt, ruft sie einfach!

- Macht dasselbe Turnier nochmal!

- Alles klar, dasselbe Turnier. Und los!

Deutschen Meisterschaft Indoor Süd-West 3. Liga Mixed 2018

Hochmotiviert sind wir Hechte im November zur Deutschen Meisterschaft Indoor Süd-West 3. Liga Mixed 2018 nach Frankfurt gefahren, um unsere blitzartigen Reflexe, unser eisernes Durchhaltevermögen und unsere mönchsgleiche Bescheidenheit im kompetitiven Ultimate unter Beweis zu stellen.
In der Vorrunde hatten wir es direkt mit drei Frankfurter Teams zu tun. In spannenden und intensiven Spielen konnten wir uns in allen drei Derbies gegen Friendly Fire, die PrinzHessinnen und Hakuna Matata durchsetzen.
Den spielerisch erfolgreichen Samstag ließen wir dann bei ein paar kühlen Getränken, Spikeball und einem Diskurs großartiger deutschsprachiger Literatur ausklingen.

Am Sonntag morgen trafen wir im Halbfinale auf die Cultimaters Besigheim. In einem schnellen und auf beiden Seiten starken Spiel mussten wir uns leider den Besigheimern geschlagen geben.
Im kleinen Finale des Turniers trafen wir erneut auf Hakuna Matata. Leider konnten die Frankfurter im Vergleich zum Samstag noch eine Schippe drauflegen und das sehr schöne Abschlussspiel für sich entscheiden.
Trotz der zwei Niederlagen am Sonntag blicken wir gerne auf das Wochenende in Frankfurt zurück und freuen uns ein tolles Turnier gespielt und die Liga gehalten zu haben!
An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an Frankfurt für das Ausrichten!

Eure Hechte

 DM Frankfurt 2018

+++ Winterliga +++

Teilnahme an der Winterliga
 
Am Samstag, den 3.02.2018 kamen meine Mitspieler und ich in den Genuss, das wunderschöne Kaiserslautern auf einem internationalen Ultimatetunier in Luxemburg zu vertreten.Man hatte uns Rookies mit dem Versprechen von Freibier und umschmeichelnden Aussagen, wie: „Eigentlich seit ihr schon viel zu gut für die Winterliga...“, gefügig gemacht.
Die Anspannung und Vorfreude waren grenzenlos, als sich die Menschenmasse auf dem Nettoparkplatz abfahrbereit machte. 
 Im Auto wurde dann heiß über Frisbeeregeln diskutiert.
Es wurde selbst der Sonderfall vom Sonderfall durchgesprochen, sodass sich die anderthalb Stunden Fahrtzeit gut ausfüllen ließen.
Nachdem uns Google Maps in seinem besten Französisch erfolgreich navigiert hatte, sodass wir nach kleineren Abweichungen von der Ideallinie endlich vor der Halle standen, machte sich ein mulmiges Gefühl der Unsicherheit breit.
Als wir in die Halle kamen wurde bereits fleißig Frisbee gespielt.
Das laufende Spiel zeigte erstaunlich viel Professionalität. Bereits jetzt wurde klar, dass bei dem Niveau der Winterliga leicht untertrieben wurde.
Nachdem die echt feschen und schnittigen Hechte-Trikots an die Rookies verteilt waren, wurde es ernst.
Die 15 Mann starke Gruppe war schnell in zwei Teams geteilt und das Einwerfen konnte beginnen.
Na das kann ja was werden, dachte ich mir.
Die ersten Würfe waren etwas unpräzise, doch man hat sich dann schnell eingefunden.
 
Als ich zum ersten Mal auf der Zonengrenze stand, meinem Kontrahenten tief in die Augen blickend, wurde es ernst.
Die Aufregung stieg ins unermessliche.
Als die Frisbee vom anderen Ufer geflogen kam, konnte es losgehen. Anfangs war alles etwas chaotisch und man versuchte, das im Training Gelernte so gut, wie möglich, anzuwenden.
Schnell hat man sich angetrieben vom internationalen Flair und aufgestachelt von lautstarken Fangesängen anstecken lassen. Man kam in den Turniermodus.
Nachhaltig beeindruckt hat mich vor allem der soziale und sportliche Gedanke, den ich vom Basketball nicht in dieser Form gewohnt bin. Dort ist der Gegner Gegner... Frisbee ist eine der Sportarten, bei der man das gegenüber vor allem als Mensch wahrnimmt. Die Art wie Männer und Frauen, Kinder und Junggebliebene, Vollschlanke und Schlanke miteinander spielten, war für mich bis dato undenkbar.
Es wurde ehrgeizig und athletisch gespielt, aber es fehlte diese Verbissenheit.
Auch die Spirit-Circle am Ende der Partien trugen maßgeblich zu meinem Empfinden bei.
Man trank zusammen Schnaps und sang Piratenlieder. Wer gewonnen hatte wurde zur Nebensache. Die konsequente Alkoholzufuhr wirkte ebenfalls förderlich.
Auch wenn ein Sieg schön gewesen wäre, fühlte ich mich nicht als Verlierer.
Ich war mit dem Tag sehr zufrieden, als wir abgekämpft und frisch geduscht in die Autos stiegen.
Das Turnier war ein Erlebnis, an das ich in meiner noch kurzen Zeit an der UNI gerne zurückdenke.
 
Ein besonderes Dankeschön möchte ich hierbei noch unseren europäischen Nachbarn für ihre Gastfreundschaft aussprechen.
Ein Dank gilt auch den „alten Hasen“, die sehr nachsichtig mit uns waren, wenn wir unterwegs mal wieder eine Scheibe verschludert hatten. Die ihre Mühe damit hatten, unsere Fehler auszubügeln und unpräzisen Pässen hinterher zu hechten. Es war euer Vertrauen in uns, das uns an jenem Samstag nach Luxemburg führte.
Ich hoffe, dass die anderen Teilnehmer mindestens genauso viel Spaß hatten, wie ich.
Euer Felix?

Winterliga Lux 18.jpg

all-hotmusic
2019  hechte.org