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Mixed-DM Quali 2016

Mixed­Quali 2016 ­ 17 Hechte auf dem Sprung zur großen Karriere

Was waren die Träume riesig: Deutscher Meister, Nationalmannschaft, WM­Sieger. Dies und nicht weniger spukte in unseren Köpfen herum, als wir am Freitagabend nach Heidelberg reisten. Ob im Auto der Allgaiers, im Zug oder wie bei Eva, die zwecks Aufrechterhaltung der Spannung eine Solo­Anreise ohne jegliche Ablenkung wählte: Die Vorfreude und Spannung war groß. Die verbleibenden acht Hechte entschieden sich für eine Anreise am Samstagmorgen, um möglichst ausgeschlafen und entspannt die Mission Titelgewinn anzutreten. Die Ausnahme kleinerer Pannen wie ein kaputtes Paar Schuhe oder ein nicht wesentlich intakteres Auto gelang dies ganz vorzüglich.

So standen pünktlich um 9:00 Uhr morgens alle den Heidees gegenüber und gefühlt um 9:17 Uhr erklärten sich zehn Hechte bereit, auf den ersten Punkt zu verzichten. Die Tatsache, dass wir auf den ersten Sieg des Tages noch ein wenig warten mussten, lässt sich auf viele Arten erklären. Ein bisschen Pech, ein bisschen Unvermögen, kleine Konzentrationsschwächen, aber vor allem ein Gegner, der nicht bereit war, in scheinbar aussichtsloser Lage aufzugeben. 12:13 der Endstand, schade!

Eine Stunde blieb zum Verarbeiten dieses moralischen Dämpfers (manche gebrauchten auch stärkere Begriffe, die hier aufgrund der deutschen Gesetzeslage nicht genannt werden dürfen).

Nicht genug, um mit voller mentaler Power in das Spiel gegen ziemlich hässliche, aber auch ziemlich starke Erdferkel zu gehen. Nach anfänglichem Trading der Punkte wurde das Tempo auf Marburger Seite heftig angezogen und kaum als wir darauf reagieren konnten, stand es schon 3:13. Nun, da war wirklich wenig zu holen.

Dass wir Ars Ludendi im nächsten Spiel nicht uneingeschränkt problemlos vom Platz fegen würden, war uns durchaus bewusst. Aber mit dem vielleicht schwächsten Spiel des Wochenendes war es dann an uns, ein erneutes 3:13 wegzustecken.

Die nächsten Stunden sollten dann aber wesentlich besser verlaufen. Zumindest bis zu dem Punkt, als unser nächstes Spiel gegen SugarMix anstand. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen fand dieses Spiel auf Kunstrasen statt, ein Platz mit der einzigartigen Eigenschaft, dass sich in einem horizontalen Stack alle Spieler berühren können, wenn sie denn nicht im Aus stehen. Die einen sind der Meinung, dass allein dieser Umstand für die dritte 3:13­ Niederlage verantwortlich war. Andere vertreten die Ansicht, dass die eigene exzellente Nachwuchsarbeit zur Niederlage geführt hat, da wie so häufig vor nicht allzu langer Zeit ein vielversprechendes Jungtalent vom Gegner aufgekauft wurde. Vielleicht muss man aber auch einfach sagen, dass SugarMix einfach besser war. Wie auch immer: Zumindest zeigten wir ergebnistechnisch konstante Leistungen.

Bereits vor dem Spiel musste der Spielbetrieb aufgrund von leichten Regen mit entferntem Donnergrollen kurz unterbrochen werden. Doch auch nach dem Spiel besserten sich die Wetterverhältnisse nicht, sodass unser letztes geplantes Spiel für diesen Tag gegen die Maultaschen auf Sonntag verschoben wurde. Unglücklich war da niemand drüber, bis die Botschaft durchsickerte, dass dieses um 8:00 in der Nacht stattfinden würde.

Womöglich war das der Grund, dass die Party nach dem gemeinsamen Abendessen eher kurz ausfiel und bereits vor Mitternacht meine Zeltbuddies fleißig vor sich hin schnarchten.

Am Sonntag fanden aufgrund des sintflutähnlichen Regens am Vortag und in der Nacht alle Spiele auf dem Kunstrasenplatz statt. Die Maultaschen, die sich zu nahezu unsportlich früher Zeit warm gemacht hatten, nutzen dies, um ihre Zone auszupacken. Schnell konnten wir uns darauf einstellen und beim Stand von 0:12 ziemlich gechillt scoren. Leider war das Spiel einen Punkt später vorbei. Pech gehabt, da kann man einfach nix machen.

Im Anschluss hatten wir wieder eine längere Pause, um uns auf das Spiel gegen die Mainzelrenner vorzubereiten. Diese konnten wir nutzen, sodass wir unsere Punkteausbeute im Vergleich zum vorherigen Spiel verdoppeln konnten.

Trotz allen Mühen reichte es am Ende nicht für die Qualifikation zur 2. Liga. Als ehrliches Fazit kann man festhalten, dass wir abgesehen vom ersten Spiel gegen die Heidees immer chancenlos waren. Dennoch gibt es niemanden, der sich vorwerfen kann, nicht alles gegeben zu haben und es gab durchaus Momente, die zeigten, dass wir offensiv und defensiv unsere Gegner vor Probleme stellen können. Dass es mehr als nur Momente sein können, wird vielleicht das nächste Jahr zeigen.

Tobi

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