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+++ Winterliga +++

Teilnahme an der Winterliga
 
Am Samstag, den 3.02.2018 kamen meine Mitspieler und ich in den Genuss, das wunderschöne Kaiserslautern auf einem internationalen Ultimatetunier in Luxemburg zu vertreten.Man hatte uns Rookies mit dem Versprechen von Freibier und umschmeichelnden Aussagen, wie: „Eigentlich seit ihr schon viel zu gut für die Winterliga...“, gefügig gemacht.
Die Anspannung und Vorfreude waren grenzenlos, als sich die Menschenmasse auf dem Nettoparkplatz abfahrbereit machte. 
 Im Auto wurde dann heiß über Frisbeeregeln diskutiert.
Es wurde selbst der Sonderfall vom Sonderfall durchgesprochen, sodass sich die anderthalb Stunden Fahrtzeit gut ausfüllen ließen.
Nachdem uns Google Maps in seinem besten Französisch erfolgreich navigiert hatte, sodass wir nach kleineren Abweichungen von der Ideallinie endlich vor der Halle standen, machte sich ein mulmiges Gefühl der Unsicherheit breit.
Als wir in die Halle kamen wurde bereits fleißig Frisbee gespielt.
Das laufende Spiel zeigte erstaunlich viel Professionalität. Bereits jetzt wurde klar, dass bei dem Niveau der Winterliga leicht untertrieben wurde.
Nachdem die echt feschen und schnittigen Hechte-Trikots an die Rookies verteilt waren, wurde es ernst.
Die 15 Mann starke Gruppe war schnell in zwei Teams geteilt und das Einwerfen konnte beginnen.
Na das kann ja was werden, dachte ich mir.
Die ersten Würfe waren etwas unpräzise, doch man hat sich dann schnell eingefunden.
 
Als ich zum ersten Mal auf der Zonengrenze stand, meinem Kontrahenten tief in die Augen blickend, wurde es ernst.
Die Aufregung stieg ins unermessliche.
Als die Frisbee vom anderen Ufer geflogen kam, konnte es losgehen. Anfangs war alles etwas chaotisch und man versuchte, das im Training Gelernte so gut, wie möglich, anzuwenden.
Schnell hat man sich angetrieben vom internationalen Flair und aufgestachelt von lautstarken Fangesängen anstecken lassen. Man kam in den Turniermodus.
Nachhaltig beeindruckt hat mich vor allem der soziale und sportliche Gedanke, den ich vom Basketball nicht in dieser Form gewohnt bin. Dort ist der Gegner Gegner... Frisbee ist eine der Sportarten, bei der man das gegenüber vor allem als Mensch wahrnimmt. Die Art wie Männer und Frauen, Kinder und Junggebliebene, Vollschlanke und Schlanke miteinander spielten, war für mich bis dato undenkbar.
Es wurde ehrgeizig und athletisch gespielt, aber es fehlte diese Verbissenheit.
Auch die Spirit-Circle am Ende der Partien trugen maßgeblich zu meinem Empfinden bei.
Man trank zusammen Schnaps und sang Piratenlieder. Wer gewonnen hatte wurde zur Nebensache. Die konsequente Alkoholzufuhr wirkte ebenfalls förderlich.
Auch wenn ein Sieg schön gewesen wäre, fühlte ich mich nicht als Verlierer.
Ich war mit dem Tag sehr zufrieden, als wir abgekämpft und frisch geduscht in die Autos stiegen.
Das Turnier war ein Erlebnis, an das ich in meiner noch kurzen Zeit an der UNI gerne zurückdenke.
 
Ein besonderes Dankeschön möchte ich hierbei noch unseren europäischen Nachbarn für ihre Gastfreundschaft aussprechen.
Ein Dank gilt auch den „alten Hasen“, die sehr nachsichtig mit uns waren, wenn wir unterwegs mal wieder eine Scheibe verschludert hatten. Die ihre Mühe damit hatten, unsere Fehler auszubügeln und unpräzisen Pässen hinterher zu hechten. Es war euer Vertrauen in uns, das uns an jenem Samstag nach Luxemburg führte.
Ich hoffe, dass die anderen Teilnehmer mindestens genauso viel Spaß hatten, wie ich.
Euer Felix😉

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